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Düngen – Für ein gesundes und kräftiges Wachstum

Das grüne Wunder:

Alle grünen Pflanzen und damit auch unsere Bonsai vollbringen ein wahres Wunder! Durch den Prozess der Photosynthese sind sie in der Lage aus Kohlendioxid und Wasser Kohlenhydrate herzustellen und sich damit selbstständig zu ernähren. Letztlich sind es die pflanzlichen Kohlenhydrate in Form von Zucker, Stärke oder Cellulose, von denen sich die gesamte Tierwelt ernährt! In diesem Sinne sollte man die Pflanzen verehren und die Bonsai-Kultur ist hier sicherlich kein schlechter Ansatz!

Hauptnährstoffe:

Die Hauptnährstoffe für den Prozess der Photosynthese sind Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. Hier wird deutlich, wie wichtig Luft und Wasser und natürlich das Sonnenlicht ist, damit sich eine Pflanze ausreichend ernähren kann. Für das Wachsen, Blühen und Fruchten sind aber noch weitere Nährstoffe nötig. Für den Aufbau von Eiweißen, Fetten, Vitaminen, Hormonen und Chlorophyll sind vor allem Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium und Schwefel zu nennen. Daneben gibt es noch weitere wichtige Spurennährstoffe, an denen es der Pflanze auch nicht mangeln sollte.

Mineralische und organische Düngung:

Da ein Bonsai in einer Schale wächst, stehen ihm die im Boden natürlich vorkommenden Nährstoffe wie z.B. Stickstoff, Phosphor und Kalium nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund muss der Bonsai regelmäßig gedüngt werden. Dies geschieht entweder direkt über einen mineralischen oder indirekt über einen organischen Dünger. Bei einem mineralischen Dünger sind die Nährstoffe sofort pflanzenverfügbar. Bei einem organischen Dünger müssen die Mikroorganismen die Inhaltsstoffe erst mineralisieren. Wir kombinieren während der Wachstumsperiode eine mineralische und organische Düngung. Der mineralische Dünger wird dabei in Abständen von zwei Wochen in flüssiger Form gegeben. Daneben wird je nach Bedarf organischer Dünger in fester Form aufgelegt.

Zeitpunkt:

Die organische Düngung der Freilandbonsai beginnt im Frühjahr nach dem vollständigen Austrieb der neuen Blätter. Bei einer mineralischen Düngung sollte erst 14 Tage später gedüngt werden. Besonders frisch umgetopfte Pflanzen sollten nicht zu früh gedüngt werden, da sich dies negativ auf die Wurzelbildung auswirkt. Bonsai, die sich noch im Aufbau befinden, können auch schon vor dem Blattaustrieb gedüngt werden. Dies fördert einen kräftigen Zuwachs.

Zimmerbonsai:

Zimmerbonsai werden aus praktischen und hygienischen Gründen in der Regel ausschließlich flüssig gedüngt. Dadurch ist die Pflanze stets ausreichend mit Nährstoffen versorgt und man vermeidet eine Schimmel- und Geruchsbildung. Von April bis Oktober werden Zimmerbonsai zweimal pro Monat gedüngt. In den Wintermonaten nur einmal bzw. subtropische Pflanzen gar nicht, wenn sie kalt überwintert werden.

Überdüngung:

Der Hauptmotor für das Pflanzenwachstum bleibt die Sonne, das Wasser und die Wärme. Der Dünger ist für das Wachstum natürlich auch nötig, aber könnte hier vielmehr als "das Salz in der Suppe" verstanden werden. So ist Stickstoff zwar wichtig für ein kräftiges Wachstum, aber wenn von diesem Nährsalz zu viel gegeben wird, nimmt die Pflanze Schaden. Bei mineralischen Düngern muss man sich daher an die empfohlene Anwendung und Dosierung halten. Bei organischen Düngern ist dies weniger ein Problem, da die Mikroorganismen für eine ausgeglichene Mineralisierung sorgen.

Herbstdünger:

Im Herbst erfreuen wir uns an den bunten Blättern unserer Bonsai. Dabei geht es der Pflanze viel mehr um die Einlagerung von wichtigen Nährstoffen für das nächste Jahr. Wenn die Pflanze anfängt sich zu verfärben ist dies auch eine gute Gelegenheit, um sie mit einem speziellen Herbstdünger (z.B. Kali-Magnesia) zu versorgen. Das enthaltene Kaliumsalz wird im Zellsaft eingelagert und führt zu einer Erniedrigung des Gefrierpunktes der Zelle. Dadurch steigert man die Frostresistenz der Pflanze und schützt sie zusätzlich vor der kalten Jahreszeit.