Licht:
Durch die Fotosynthese in den Blättern sind Pflanzen in der Lage, mit Hilfe von Lichtstrahlung, aus Wasser und Kohlendioxid Traubenzucker aufzubauen. Licht ist somit die Grundlage von einem kräftigen und gesunden Pflanzenwachstum. Zusammen mit dem einzigartigen Prozess der Fotosynthese ist es auch die Voraussetzung für das Leben auf der Erde.
Wellenlänge:
Sonnenlicht besteht aus unterschiedlichen Wellenlängen und Pflanzen nutzen hier den sichtbaren Teil von 380 bis 760 Nanometern (nm). Die größte Fotosyntheseaktivität weist dabei die blauviolette (443 nm) und rotorange (662 nm) Lichtstrahlung auf.
Intensität:
Neben der spektralen Zusammensetzung des Lichts, ist auch die Intensität (Helligkeit) für eine intensive Fotosynthese entscheidend. Die Lichtintensität wird in Lux (lx) gemessen und Pflanzen benötigen zwischen 10.000 und 40.000 Lux für die volle Fotosyntheseleistung.
Kunstlicht:
Pflanzenlampen müssen das benötigte Farbspektrum abdecken, damit sich die Pflanze ausreichend ernähren kann. Normale Leuchtmittel für die Raumbeleuchtung sind hier ungeeignet. Spezielle Pflanzenlampen liefern dagegen ausreichend fotosynthetisch aktive Strahlung, da sie auch das blaue und rote Farbspektrum abdecken.
Farbspektrum:
Vollspektrum-Leuchten liefern die gesamten Wellenlängen, die für das Pflanzenwachstum notwendig sind. Sie leuchten weiß und sind auch ohne zusätzliche Beleuchtung oder natürliches Licht für die Pflanzenernährung geeignet. Leuchten mit ausschließlich blauem und rotem Spektrum sind dagegen nur als Zusatzbeleuchtung zu verwenden und das Licht erscheint violett.
Lichtqualität:
Die Qualität von künstlichem Pflanzenlicht wird durch den PPFD-Wert (Photosynthetically Active Photon Flux Density) angegeben. Dieser Wert beschreibt die Menge an PAR (photosynthetic active radiation), die der Pflanze tatsächlich zur Verfügung steht. Der PPFD-Wert wird mit der Einheit µmol/(s·m²) angegeben und sollte je nach Verwendung zwischen 100 und 400 liegen. Bei der Überwinterung reichen oft schon 100 µmol/(s·m²) wobei an dunklen Standorten ohne natürlichen Lichteinfall durchaus 400 µmol/(s·m²) nötig sein können.
Verwendung:
Pflanzenlicht eignet sich in den dunklen Wintermonaten als Zusatzbeleuchtung für die Überwinterung von tropischen Pflanzen. Im Sommer dienen Pflanzenleuchten als Unterstützung, wenn am Standort zu wenig natürliches Licht vorhanden ist oder wenn das Wachstum generell verstärkt werden soll.